Globalisierung kennt Gewinner und Verlierer. Die Gewinner sind die Großkonzerne und Speditionsunternehmen, die Verlierer sind der Rest der Menschheit - in Europa verlieren sie ihre Arbeit, in China müssen mehr und mehr unter unwürdigen Umständen schaffen - wie gesagt, für den Profit von einigen wenigen.
Ein großer Käse hat große Löcher. Räumlich gesehen sind dies bei uns in Europa Regionen, aus denen das Geld abwandert, in einem Kreislauf aus Strukturschwäche, Arbeitslosigkeit, dem Gang zu ALDI und Konsorten, die mit dem Geld in Neuseeland Äpfel, in Südafrika Wein und in Alaska Lachs kaufen, dem Konkurs der lokalen Apfelplantage, des Weingutes und der Fischzucht, gefolgt von noch mehr Arbeitslosigkeit, dadurch Überlastung der Staatshaushalte, d.h. Rückgang öffentlicher Investitionen, gefolgt von noch mehr Firmenpleiten… Am Ende der implodierenden Spirale fließt noch ein kleiner Almosenstrom via Sozialkasse und ALDI durch die Region. Standby-Modus sozusagen. Aber auch zeitlich gesehen entstehen solche Löcher. Regelmäßige Währungscrashs wo nichts mehr geht. Der letzte wäre in den späten 80ern fällig gewesen, aber es ist immer wieder geglückt durch regionale Konflikte und vor allem die absurde Verkürzung der Lebensdauer von Produkten genug Wachstum zu erzeugen, um den crash hinauszuschieben. Man hat uns eingeredet dass er dauerhaft ausbleibt. Aber er wird es nicht. Das liegt im Zinssystem begründet und der Unmöglichkeit unendlichen exponentiellen Wachstums - das ist ein mathematischer Automatismus der Rendite, so wie die Globalisierung ein Automatismus der Gewinnmaximierung ist.